Dank Corona auf der Tagesordnung: Impfen

Mit dieser allgemeinen Einführung in das Thema Impfen beginnt eine kleine Reihe rund um Viren und Bakterien und die mehr und mehr erfolgreichen Vakzine dagegen.
Im zweiten Blog folgt ein kurzer Abriß über die Geschichte der Immunisierung.

Vor allem für chronisch Kranke wären eine Erkrankung und deren Folgen besonders riskant: Herzpatienten, Menschen mit Nieren-, Leber oder Atemwegserkrankungen sowie Autoimmunerkrankungen oder Diabetiker sollten sich z.B. jährlich gegen Grippe (Influenza) impfen lassen. Eben diese gefährliche Infektionskrankheit hat in der Grippe-Saison 2017/2018 in Deutschland mehr als 25.000 Menschen das Leben gekostet.

Viele Erwachsene denke bei Impfungen wohl an durchgemachte Krankheiten aus ihrer eigenen Kindheit und meinen daher, dass Impfen sie nicht mehr betrifft. Doch müssen manche Impfungen aufgefrischt werden, andere wiederum werden erst im Alter von Bedeutung.

Seit mehr als 40 Jahren befasst sich die Ständige Impfkommission STIKO am Robert-Koch-Institut in Berlin mit Impfstudien aus der ganzen Welt. Am RKI ist man sich daher sicher: Das Nutzen-Risiko-Verhältnis ist bei einer Impfung in der Medizin beispiellos.

Dienst an der Gemeinschaft

Im Idealfall können Erreger sogar ganz aus der Welt verbannt werden. 1966 gab es beispielsweise noch rund 15 Millionen Pockenerkrankungen in über 30 Ländern. Dabei starben jährlich rund 400.000 Menschen an den Pocken. Viele der Überlebenden litten unter Spätfolgen. Dank eines internationalen Impfprogramms ist die Krankheit seit 1977 ausgerottet. Bei der Kinderlähmung (Polio) stehen die Aussichten dafür aktuell nicht schlecht. Wer sich impfen lässt, bewahrt also nicht nur sich von lebensgefährlichen Krankheiten, sondern schützt auch die Gemeinschaft.

Herdenimmunität nimmt ab

Bei vielen Krankheiten steigen seit Jahren die Fallzahlen leider wieder an. So sah es bei Masern so aus, als könnten diese zumindest in den westlichen Ländern zurückgedrängt werden. Zu beobachten ist jedoch ein Anstieg. Die Ursache liegt in nicht ausreichenden Impfquoten. Um die Erreger zu besiegen. Müssten 95 Prozent der Bevölkerung immunisiert sein.

Weil Masern eine ernst zu nehmende Krankheit und zudem extrem ansteckend sind, hat der Gesetzgeber daher eine Nachweispflicht auf den Weg gebracht: Kinder ab dem Kita-Alter und nach 1970 geborene Erwachsene, für die die Regel gilt, müssen mindestens zwei Masern-Impfungen oder ein ärztliches Attest über eine ausreichende Immunität nachweisen. Wenn der Impfstatus unklar ist, müssen die Masern-Impfungen nachgeholt werden. Da Nebenwirkungen bisher äußerst selten auftraten, war dies der richtige Weg, auch um bei der zuletzt wieder ansteigenden Zahl der Impfverweigerer ein Umdenken zu bewirken.

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