Revolution – gab es auch schon in der Wissenschaft

Momentan revoltiert es an vielen Fronten. „Corona“ ist zwar meist der Auslöser, aber oft steckt dahinter etwas ganz anderes. Der Anlass für die Wissenschaftliche Revolution des 17. Jahrhunderts hingegen war sehr konkret.

Wissenschaft in der Antike

Auch wenn der Überbau zu ihrem Weltbild von Göttern nur so wimmelte, beschritten die alten Griechen als erste mit Entschlossenheit den Weg die Naturphänomene ausschließlich durch das eigene Denken zu erklären.

Dieser wissenschaftliche Ansatz und die Schärfe des Beobachtens ging im ersten Jahrtausend unserer Zeitrechnung  verloren. Erst die Philosophen des Mittelalters entdeckten diese wissenschaftlichen Ideen wieder und befassten sich mit den Irrtümern der Antike oder der falschen Herangehensweise der Alchemisten. Und Forscher begannen von neuem die Natur ausschließlich mit Vernunft und Genauigkeit bei der Beobachtung zu erfassen.

Aber sie vertrauten bald auch nicht mehr dem bloßen Beobachten und dem gesunden Menschverstand. Sie setzten fortan das geplante Experiment ein. Und dies war die Keimzelle für die wissenschaftliche Revolution ab etwas dem Jahr 1600.

Wissenschaftliche Revolution

Siehe auch Buchauszug „Die Wissenschaftliche Revolution“

Mit dem genauen Messen beim Experimentieren sowie der mathematischen Beschreibung der Resultate und Erkenntnisse war auch das Nichtbeobachtbare zugänglich.

Nicht lange davor zur Zeit der Renaissance war Aberglauben noch weit verbreitet und Logik und Rationalität noch mit subjektiver Bewertung vermischt.

Nun etablierte sich eine neue wissenschaftliche Methode und Galileo Galilei als deren zentrale Figur machte diese drei Postulate:

  • Die Naturerscheinungen lassen sich vollständig erfassen und messen.
  • Alle Beobachtungen müssen mit größtmöglicher Genauigkeit durchgeführt werden.
  • Das „Buch der Natur“ ist in der Sprache der Mathematik verfasst

Zu Galilei siehe auch Beitrag zur Bedeutung Galileis

Entwicklung mit Folgen

Zum bedeutendsten Forscher der Ära wurde Isaac Newton. Er zeigte auf, dass exakte Methode, Logik und Mathematik zu fundamentalen Einsichten über die Natur führten. Eine Erkenntnis machte ihm zum absoluten Star in der gesamtem wissenschaftlichen Welt: Das Gravitationsgesetz von 1666 erklärte Ebbe und Flut, die Bahn der Planeten, die Kepler berechnet hatte, und die Fallgesetzte Galileis. Newton konnte damit belegen, dass die Naturgesetze nicht nur auf der Erde  sondern überall im Universum gültig waren. Indem sich diese neue wissenschaftliche Methode immer wieder bestätigt, wird ein kollektiver und anhaltender Prozess in Gang gesetzt. Dabei versuchen unzählige Forscher eine immer exaktere und zuverlässigere, eben nicht mehr willkürliche, Vorstellung von der Natur zu gekommen. So entwickelte sich die gesamte moderne Wissenschaft.

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