Wetter auf dem Saturnmond »Titan«

sci-fi-landscape-montage_swSaturn hat aber auch 62 Monde. Sein faszinierendster Mond ist Titan, der nach dem Jupitermond Ganymed zweitgrößte Mond des Sonnensystems.

Titan geht alle 16 Tage über dem Saturn auf und im Jahr 2005 ging die Sonde Huygens auf ihn runter. Neben dem Erdmond ist Titan somit der einzige Mond, auf dem ein solches Messgerät gelandet ist. Auf dem Titan ist es nicht wirklich gemütlich: Die Oberflächentemperatur beträgt -179 °C. Es herrscht dort also eisiger Winter und in »Pumping Physics - Mehr Durchblick mit Physik« gibt es auf Seite 275 eine kurze Frage dazu.

Das Mutterschiff von Huygens, der Orbiter Cassini, kreist weiter um den Saturn und liefert viel neue Erkenntnisse. Aktuell auch über den Mond Titan. Dazu ein kurze Mitteilung aus der Süddeutschen Zeitung, Nr, 98/2016/Wissen:

Methan-Wetter

Sonde erforscht See auf Titan
Die Raumsonde Cassini hat einen enormen See aus organischen Verbindungen auf dem Saturn-Mond Titan vermessen. Mehr als 1,6 Millionen Quadratkilometer des Mondes sind von Flüssigkeit bedeckt, einer der größten Seen, Ligeia Märe, ist etwa 200 Mal so groß wie der Bodensee. Laut den Messungen besteht Ligeia Märe hauptsächlich aus flüssigem Methan. Der Stoff kommt auf der Erde meist als Gas vor, wegen der tiefen Temperaturen auf Titan ist er dort flüssig. In dem bis zu 160 Meter tiefen Gewässer scheint es große Dynamik zu geben, berichten die Forscher der Nasa (Journal of Geophysical Research: Planets).

Der See werde vermutlich von methan-haltigem Regen aus der Atmosphäre gespeist. Warum so gut wie kein Ethan in dem See vorhanden ist, das ebenfalls zu großen Mengen auf dem Mond vorkommt, können die Wissenschaftler bislang nicht erklären. Womöglich fließe der schwerere Stoff zu anderen Gewässern weiter oder sinke auf den Boden des Sees ab. Im Untergrund des Titan-Sees entdeckte Cassini eine schlammartige Schicht aus weiteren organischen Materialien. Vermutlich bilden sich diese Kohlenwasserstoffe in der Atmosphäre des Saturn-Mondes unter Einfluss des Sonnenlichts. CHRB

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