Physik nicht nur für Eierköpfe - kurz und prägnant

Über das aktuelle Buch "How many Moons Does the Earth Have?" des bekannten britischen Science-Autors Brian Clegg habe ich mal wieder in seinem
Physik für Eierköpfe – Wissenschaft in 60 Sekunden
Brian CleggCover 'Physik für Eierköpfe' 978-3-499-62687-6
Taschenbuch (Paperback)
224 Seiten
Verlag: rororo, 2. Auflage 2011
ISBN: 978-3499626876
geblättert.

Die Konzept ähnelt dem von Pumping-Physics, wobei Brian Clegg den Fokus mehr auf die Meilensteine/Topics legt, als auf die Grundlagen:
Naturwissenschaftliche und teils auch technische Themen möglichst einfach und anschaulich dargestellt.
Clegg geht dabei didaktisch klug und aufeinander aufbauend vor. Für den Laien eine sehr sinnvolle Herangehensweise.

Der Rückseitentext des rororo-TB ist wie er sein muss, nämlich sehr vielversprechend:
"Der erfolgreichste populärwissenschaftliche Podcast Amerikas bringt das physikalische Wissen in aller Kürze auf den Punkt. Ohne einen Tropfen Schweiß zu vergeuden, lernen Sie, was Quarks und Multiversen sind oder die Unschärferelation und die Kopenhagener Deutung, Schwarze Löcher, Quantenkatzen, Plasma und Solarenergie. Erfahren Sie, wo Einstein pfuschte, wie der iPod zustande kam, was Antimaterie ist und wieso Licht dem Baywatch-Prinzip gehorcht und wie man es anhalten kann, warum Zeitreisen möglich sind oder dass Benzin über 700-mal so explosiv ist wie eine Gewehrkugel – und vieles mehr."
Er trifft aber schon die Kernbotschaft diese auch handwerklich sehr gut gemachten Buches.
Mir persönlich besonders gut gefallen hat:
» Beschreibung der Ultraviolett-Katastrophe (führte ja bekanntlich über Max Planck zu modernen Physik)
» Farbe: Sehr anschauliches Thema, Pluspunkt! Ich hätte noch den Begriff Spektralfarben platziert und, da Newton hier bei eine
Schlüsselrolle einnimmt, noch dies erwähnt: Er nahm noch 7 Spektralfarben an, heute sind es sechs.
(In Pumping-Physics, Seite 359 dazu die Frage Zerlegung des Lichts)
» Allgemeine Relativitätstheorie, S .140: Höchst aktuell, da Einstein diese Tage von 100 Jahre sein größtes Werkt veröffentlicht hat
» Hebel, S. 194: Sehr interessante historischer Bezug
» Überhaupt: zahlreiche wissenschaftsgeschichtliche Einschübe und Hinweise, die einen vom Lesen der "hard facts" mal entspannen lassen

Es muss dem Leser auch klar sein, dass ein wissenschaftliches Thema auf 2 Seiten nur angerissen werden kann. Clegg versteht es dabei, für diese Erst-Information möglichst wenige Fragen offen zu lassen. Wer sich näher für eine Thema interessiert, wird dann eh weitere Quellen heranziehen. Im naturwissenschaftlichen Bereich ist Wikipedia immer eine gute erste Wahl.

FAZIT: Für jeden interessierten Laien kann man das, nebenbei bemerkt, sehr preiswürdige Taschenbuch empfehlen.

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